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F. Unterstützungssysteme

2. Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum (ReBUZ)

Das ReBUZ ist neben dem ZuP ein weiteres wichtiges Unterstützungssystem bei der Umsetzung der inklusiven Schule in Bremen. Für eine wirksame Unterstützung vor Ort wurden vier Regionale Zentren geschaffen, das ReBUZ Nord, West, Ost, und Süd. In den ReBUZ arbeiten (Sonder-) Pädagoginnen und Pädagogen*, Schulpsychologen* und Sozial-pädagogen*
sowie weitere Fachkräfte in multiprofessionellen Teams zusammen.
Hauptaufgabe der ReBUZ ist die schulbezogene Beratung, Unterstützung und Diagnostik bei allen Fragen zu den Themen:

  • Lernentwicklung und Leistungsentwicklung
  • Sprachentwicklung
  • Lese- und Rechtschreibschwäche
  • Rechenschwäche
  • Besondere Begabungen
  • Lern- und Leistungsprobleme
  • Sozial-emotionale Entwicklung
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Psychische Auffälligkeiten
  • Autismus-Spektrum-Störung
  • Gewalt und Gewaltprävention
  • Suchtgefährdung
  • Schulvermeidung
  • Übergänge und Fragen der Schullaufbahn
  • Maßnahmen zur Erfüllung der Schulpflicht
  • Krisen und Notfälle an Schulen

Das ReBUZ macht aber keine Hausbesuche oder führt Lernleistungsprüfungen durch.
Die kostenlosen Angebote der ReBUZ richten sich an Schüler*,
Eltern, Lehrkräfte und anderes schulisches Personal.

Trotz aller Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen von ZuP und ReBUZ vor Ort in der Schule kann es vorkommen, dass – aus welchen Gründen auch immer – „schwierige“ Schüler* in der Schule nicht zurechtkommen und aus dem Klassenverband herausgenommen und einer sogenannten schulersetzenden
Maßnahme zugewiesen werden müssen.

Im Rahmen seiner Unterstützungsaufgaben übernimmt das ReBUZ die vorübergehende Beschulung solcher Schüler*, deren Lern- und Sozialverhalten zu dauerhaften Störungen des Schulalltags führt und eine Beschulung in der allgemeinen Schule nicht zulässt (§ 55 Abs. 4 BremSchG i.V. m. § 14 Abs. 2 BremSchVwG).

Eine solche eingreifende Maßnahme muss von der Schulaufsicht in Abstimmung mit dem Zentrum für unterstützende Pädagogik (ZuP), der Schulleitung der Schule und dem ReBUZ angeordnet werden.
Die Schüler* bleiben aber Schüler* ihrer Stammschule. Ziel der temporären Beschulung durch das ReBUZ ist es, wirksame Maßnahmen für diese Kinder und Jugendlichen zu entwickeln, damit sie in ihren Klassenverband zurückkehren können. In diese Maßnahmen sind neben den verantwortlichen Sonder- und Sozialpädagogen sowie den Lehrkräften der jeweiligen Schule immer auch die Erziehungsberechtigten, je nach Bedarf
auch die Jugendhilfe und das Gesundheitsamt einbezogen.

Ablauf bei einer Beratungsanfrage an das ReBUZ:
Beratungsanfragen (telefonisch oder per Formular) können durch
das ZuP, die Schulleitung, Lehrkräfte oder die Eltern gestellt werden.
Wöchentlich, immer montags, treffen sich Vertreter* verschiedenster Fachbereiche (Sonderpädagogen*, Sozialpädagogen*, Lehrkräfte, Schulpsychologen* etc.), um
neu eingegangene Beratungsanfragen zu besprechen. Die Fachleute hören sich die in den Anfragen geschilderten Problemlagen an und ordnen sie nach intensiven Gesprächen einer fachkundigen Person zu. Diese Person ist ab diesem Zeitpunkt verantwortlich und meldet sich, nach ersten Erkundigungen, spätestens am Freitag der gleichen Woche direkt bei dem „Fallmelder“. Wichtiges Merkmal bei der Arbeit ist, dass keine Entscheidungen ohne die Betroffenen gefällt werden.

Der „Fallmelder“ bleibt im Mittelpunkt und wird in alle Gedankengänge bis hin zu den getroffenen Entscheidungen mit einbezogen.

Alle Problemlagen werden ganzheitlich und in Zusammenarbeit
mit den zuständigen Jahrgangsteams der Schule und/oder anderen, für den jeweiligen Fall passenden Trägern bearbeitet. Die Beratung und Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt.

Folgende Träger bzw. Institutionen sind bereits erfolgreich Teil des Netzwerks:
ABS (Allgemeine Berufsschule), RAZ (Ran an die Zukunft), Bauwagenprojekt, Netzwörk, Schups (Schulmeider-Präventionsausschuss), KidZ – "Kreativ in die Zukunft", WaBeQ (Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft), Berufseinstiegsbegleitung und viele mehr.
Schulen in freier Trägerschaft werden nur teilweise vom ReBUZ
unterstützt. Sie haben separate Unterstützungsdienste.