1.1 Schwierigkeiten beim Lesen und Schreibenlernen (LRS) und Mathematiklernen (Dyskalkulie)
Nicht alle Kinder und Jugendlichen haben in gleicher Weise Erfolgserlebnisse beim Lesen- und Schreiben lernen, oder sie haben besondere Schwierigkeiten beim Mathematiklernen. Manche von ihnen haben besondere Schwierigkeiten, die schnell erkannt werden müssen, damit man rechtzeitig helfen kann. Bleibt die Hilfe aus, kann das die Kinder stark belasten und die Probleme beim Lernen bzw. das Lernen insgesamt verschlechtern.
Sie werden entmutigt, verlieren Selbstvertrauen und Selbst-wertprobleme treten auf.
Um alle Schüler* mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreiben lernen rechtzeitig zu erkennen, werden in den Bremer Grundschulen neben der frühen Lernbeobachtung in Jahrgang 1 regelmäßig spezielle Testverfahren durchgeführt.
Die Ergebnisse geben den Lehrern* Hinweise zur besseren speziellen Förderung im Unterricht.
Zudem haben sich der Bremer Leseintensivkurs (BLIK) sowie Lese-Rechtschreibförderung in Kleingruppen etabliert.
Bei einer Rechenschwäche kann nach Feststellung des individuellen Lernstandes in Mathematik ein Förderplan sowohl für die schulische Arbeit als auch für eine häusliche Unterstützung mit geeignetem Material erstellt werden.
Eltern sollten immer zuerst das Gespräch mit der Klassenlehrerin / dem Klassenlehrer bzw. den Lehrkräften für das Fach Mathematik suchen. In der Regel stellt danach die Schule eine Beratungsanfrage an das ReBUZ. Eltern können sich auch direkt an das zuständige ReBUZ wenden.
1.2. Begabungsförderung
Es gibt Kinder und Jugendliche, die durch besonderen Wissendurst, eine schnelle Auffassungsgabe und besondere Kenntnisse und Lernleistungen auffallen. Diese Beobachtungen können Anhaltspunkte für eine besondere Begabung sein. In der Schule können solche Kinder und Jugendlichen aber auch dadurch auffallen, dass sie im Unterricht gelangweilt scheinen, den Unterricht stören, im Unterrichtsstoff scheinbar nicht vorankommen, sich von Gleichaltrigen isolieren. Dann ist es wichtig, dass Eltern das Gespräch mit der Klassenleitung und/oder dem ZuP suchen, um gemeinsam zu beraten, welche Maßnahmen sinnvoll sein können, um diese Kinder und Jugendlichen zu fördern. Das ReBUZ bietet begleitend beratende Unterstützung für die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule und die schulischen Lernbedingungen und klärt, ob geeignete Testverfahren sinnvoll sein können.
1.3. Migrantenförderung
Für die Verbesserung der Bildungsbeteiligung und des Bildungserfolges von Schülern* mit Migrationshintergrund sind in Bremen schulübergreifend besondere Unterstützungsmaßnahmen organisiert.
Es gibt Projekte zur Elternbildung, Mercator-Förderunterricht, muttersprachlichen Unterricht, Russisch, Polnisch, Türkisch als 2. Fremdsprache und das Start-Stipendiatenprogramm.
Weitere Informationen zu diesen Maßnahmen finden Sie unter www.bildung.bremen.de
Außerhalb der Schule bietet der Jugendmigrationsdienst (JMD) Jugendlichen und jungen Erwachsenen Beratung und Hilfe bei Fragen zum Deutschlernen, Schulproblemen, Bewerbung, Ausbildung oder Aufenthaltsrecht. Die Beratung ist kostenlos. Der Dienst wird von verschiedenen Trägern angeboten, Adressen finden Sie im Anhang unter Hilfreiche Adressen.